Freiwillige Feuerwehr Olberode e.V.

Vereinsgeschichte

Zum Verein:
Die Geschichte der FFW Olberode beginnt als Verein mit einer richtigen Satzung  am 04.09.1934, als der Landrat des Landkreises Ziegenhain die von 7 Unterzeichnern aus Olberode (unseren Gründungsmitgliedern) aufgestellte Satzung genehmigt. Die Eintragung in das Vereinsregister wird dann am 04.10.1934 durch das Preußische Amtsgericht in Oberaula vorgenommen. Da nach heutigem Vereinsrecht bestimmte Regeln eingehalten werden müssen (Mitteilungen über Veränderungen im Vorstand, etc), waren wir gezwungen, den Verein in seiner heutigen Form 1995 rein rechtlich wiederzugründen und im Feb. 1995 erneut in das Vereinsregister eintragen zu lassen. Wir sind seit diesem Zeitpunkt auch vor dem Steuerrecht als gemeinnütziger Verein anerkannt. Für uns ist aber das Datum 1934 maßgebend.

Es ist wichtig zu wissen, dass der Feuerwehrverein mit der eigentlichen Feuerwehr nur so viel zu tun hat, dass die Aktiven im Verein integriert sind und von ihm unterstützt werden.

Es wäre also möglich, dass die Wehr auch ohne einen Verein auskommt und umgekehrt. Beides wäre aber für unsere Vereins- und Feuerwehrgröße nicht ratsam. Das spiegelt auch die Tatsache wieder, dass der Wehrführer zugleich Vereinsvorsitzender in Olberode ist. Unser Verein besteht heute aus 131 Mitgliedern, 25 davon bilden die Einsatzabteilung der Wehr. Statistisch gesehen ist jeder 4. Bürger Mitglied des Feuerwehrvereins in Olberode, da wir zurzeit ca. 500 Einwohner haben
 

Zur Jugendfeuerwehr:
Im Jahr 1982 konnten wir eine Jugendfeuerwehr gründen. Ihr gehören heute 22 Jungen und Mädchen von im Alter von 10 - 18 Jahren an.
 

Zur Einsatzabteilung:
Das Alter der Feuerwehr in Olberode reicht jedoch zurück bis in das vorletzte Jahrhundert. Sehr stolz sind wir auf unsere immer noch voll funktionsfähige erste Feuerspritze aus dem Jahr 1899. Sie wurde damals von 2 Pferden gezogen. Bedient wurde die Pumpe von mind. 4 Personen. Weitere Kräfte waren dann noch erforderlich, um die Schläuche auszuwerfen und das Strahlrohr zu bedienen. Alten Überlieferungen zufolge, war die Feuerspritze bei mehreren Bränden innerhalb und außerhalb von Olberode im Einsatz. Ihre Zeit ging erst 1934 zu Ende.

Die Motorisierung ging auch an Olberode nicht spurlos vorbei. Es wurde von der Gemeinde unter großen Anstrengungen eine Motorspritze in einem Anhänger beschafft, der von dem im Dorf vorhandenen landwirtschaftlichen Schleppern gezogen wurde. Diese Generation der Feuerwehrgerätschaft endete mit der Anschaffung eines Tragkaftspritzenfahrzeuges der Marke Ford Transit im Jahr 1972. Dieses Auto bot immerhin schon 5 Feuerwehrleuten Platz und hatte die komplette Ausrüstung an Bord. Damit dieses Fahrzeug sachgerecht untergestellt werden konnte, hatte die Wehr ihr Gerätehaus umfangreichen Umbauarbeiten unterziehen müssen. Bereits im ersten Jahr musste das neue Fahrzeug seine erste Bewährungsprobe bestehen, als in der Ortsmitte von Olberode ein landwirtschaftliches Anwesen fast bis auf die Grundmauern niederbrannte.

Der Neubau des Gerätehauses an einem völlig anderen Ort wurde 1985 in Angriff genommen, da das alte Gerätehaus nicht mehr den neusten Anforderungen entsprach. Durch immer wieder eindringendes Wasser in das Gebäude wurde auch das Fahrzeug stark in Mitleidenschaft gezogen und rostete sehr schnell vor sich hin.

Ende 1985 wurde das neue Gerätehaus seiner Bestimmung übergeben. Doch der Rostfraß war an dem  Fahrzeug nicht mehr aufzuhalten. Es dauerte noch bis 1992, bis endlich ein neues Fahrzeug einer völlig neuen Fahrzeuggeneration der  Wehr in Olberode übergeben werden konnte. In Hessen wurde kurz vor der Anschaffung dieses Fahrzeuges die Feuerwehrnorm für Tragkraftspritzenfahrzeuge geändert und so konnte das erste Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank auf der Basis eines VW LT 50 angeschafft werden. Es war das erste seiner Art in unserem Landkreis Schwalm - Eder. Jetzt war es endlich möglich, schnell bei Fahrzeugbränden auch außerhalb der Ortschaft Hilfe zu leisten.


Neben den vielfältigen Aufgaben des Brandschutzes in unserem Ortsteil ist die Feuerwehr auch ein Garant für einen Teil des kulturellen Lebens im Dorf.